FAQ – Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen / frequently asked questions

Hier findest du erklärte deutsche Begriffe oder Abläufe, die manchmal schwer zu verstehen sind.

In der letzten Online-Deutsch-Stunde stellte Diana eine SEHR kluge Frage zu einem Zeitungsartikel. Das wollen wir Euch nicht vorenthalten.
„Was ist bundesweit? Ist das in gesamt NRW – weil es Bundesland heißt?“, fragte Diana.
Die Antwort ist gar nicht klar auf den ersten Blick.
Nordrhein-Westfalen ist unser Bundesland hier in Deutschland. Bestimmte Gesetze, die nur für unser Bundesland Nordrhein-Westfalen gelten, sind landesweit – also nur für hier in NRW. In Bayern kann es zum Beispiel andere landesweite Gesetze geben, die dann nur für alle Menschen in Bayern von Bedeutung sind. Und das Wort bundesweit betrifft unseren Bundesstaat, das gesamte Deutschland. Bundesweite Gesetze gelten also für alle Deutschen, egal, in welchem Bundesland sie leben.

Wir merken uns also:
bundesweit = das gesamte Deutschland betreffend
landesweit = für das jeweilige Bundesland geltend.

Ein Blauer Brief ist die umgangssprachliche Bezeichnung für eine Benachrichtigung, mit der die Schule den Eltern eines Schülers mitteilt, dass die Versetzung gefährdet ist.

Die Schule schrieb früher dann einen Brief in einem blauen Umschlag, heute sind die meisten Briefe dieser Art nicht mehr blau.

In dem Brief ‚warnt‘ die Schule also, dass die Versetzung des Schülers/der Schülerin gefährdet ist, weil die Noten zu schlecht sind.
Bisweilen kann man schlechte Noten in einem Unterrichtsfach ausgleichen durch gute Noten in einem anderen Fach. Das ist in den einzelnen Bundesländern, Schultypen und auch Altersstufen bisweilen unterschiedlich geregelt. Ausschlaggebend ist für die Versetzung immer die sogenannte Zeugniskonferenz von den Lehrkräften, die dann über den jeweiligen Schüler/die jeweilige Schülerin diskutieren. Wenn die Noten zu schlecht sind und die Lehrer meinen, eine Wiederholung des letzten Schuljahrs ist sinnvoll, bleibt man ‚sitzen‘ oder – ebenfalls Umgangsprache – man dreht eine ‚Ehrenrunde‘.

Ein Ehrenamt ist eine Tätigkeit, bei der man ohne Lohn arbeitet. Man erhält keinen Lohn für seine Aufgabe. Ehrenamtliche Arbeit kann ganz verschieden aussehen: Ein Engagement z.B. für Obdachlose oder soziale Tätigkeiten in der Kirche. Viele Deutsche arbeiten auch ehrenamtlich in einem Sportverein, bei der freiwilligen Feuerwehr oder bei der DLRG, die Menschen als Rettungsschwimmer ausbildet.
Im Jahr 2020 gab es laut einer Studie in Deutschland etwa 17,11 Millionen Ehrenamtliche. Das heißt, fast jede/r vierte oder fünfte in Deutschland hat ein Ehrenamt!
Stell Dir vor, alleine im Fachbereich Gemeinwesenarbeit des Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Bergisch Land arbeiten über 50 Ehrenamtliche. Sie sind dabei in den verschiedensten Projekten tätig: Sie übernehmen Patenschaften (auch für Erwachsene), engagieren sich in der Lern- und Sprachförderung, helfen bei der Sozialberatung und unterstützen Frauen und Familien, sie geben Hilfen bei Behördengängen und für den Beruf und noch soooo viel mehr! Auch unser Projekt wupperleben.de besteht aus vielen ehrenamtlich Mitwirkenden – und sehr viele von Euch kennen ja den Kommunikationstreff im Rahmen des Projektes „Nur mit uns – Familienintegration durch Mütter“, bei dem es auch so viele aktive und engagierte Ehrenamtliche gibt!

Beim Elternsprechtag sollen die Eltern in die Schule kommen, um mit den Lehrern über Ihr Kind zu sprechen. In der Grundschule wollen Lehrer oft mit allen Eltern sprechen, ein Elternsprechtag ist also ganz normal.
An der weiterführenden Schule hat es hingegen meist einen Grund, wenn die Eltern von Lehrern zum Gespräch gebeten werden:
Entweder die Leistungen des Kindes sind nicht gut oder es gibt Probleme im Verhalten des Kindes. Es stört andere oder hält sich nicht an Regeln. Dann soll gemeinsam überlegt werden, wie die Situation verbessert werden kann.

Was tun bei Sprachproblemen?

An einigen Schulen gibt es Lehrer oder Referendare, die auch andere Sprachen sprechen. Die Schulen sind in der Regel sehr hilfsbereit, wenn Eltern Deutsch nicht genügend verstehen und sprechen können. Auch soziale Einrichtungen helfen gerne mit Übersetzern. Fragen Sie einfach bei der Schule nach!

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