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Ramadan Anfang

13. April 2021

Ramadan 2021 – Fastenmonat der Muslime.

In diesem Jahr beginnt der Ramadan am Dienstagabend, 13.04.2021, und endet am Mittwochabend, 12.05.2021.

Hier einige schöne Gedanken zum Ramadan, verfasst von Zehra Akinci.

Das Fasten im Ramadan: eine innere Reise

Der Fastenmonat Ramadan ist eine besondere Zeit für die Muslime. Sie ist die Zeit der Besinnung, des Zusammenhalts und des Teilens. Das Fasten gehört zu den 5 Hauptpflichten eines Muslims. Die weiteren Säulen sind das Bekenntnis der Einheit Gottes, das rituelle Beten, die Abgabe der Armensteuer und die Pilgerfahrt. Man fastet nicht nur mit dem Magen, sondern auch mit dem Herzen und dem Kopf. Während nämlich der Geist fastet, wird die Zunge behüten, nichts Schlechtes zu sagen und die Ohren, nichts Böses zu hören. Und auf diesem Weg wird alle unnötige Last abgelegt. Das Fasten stärkt die Beziehung zum allmächtigen Gott.

Das Fasten als Dankbarkeit
Gott hat die Erde zu einer Tafel voller Gaben für die Menschen erschaffen. Auf dieser Tafel werden alle erdenklichen Arten seiner Gaben angeboten. Im Ramadan, mit dem Fasten zusammen, reflektieren die Gläubigen diese Weisheiten. Sie sind alle Gäste, die zum Gastmahl des Schöpfers eingeladen sind und warten mit der Abenddämmerung auf die Aufforderung: „Bitte greif zu“.
Ich möchte diese Dankbarkeit noch etwas vertiefen. Gott hat zahllose verschiedene Gaben für die Menschen über die Erde ausgebreitet und erwartet von uns nun unseren Dank für seine Gnadengaben. Dabei dienen die äußeren Umstände nur als Träger, wie ein Kellner der die Speisen zu den Gästen trägt. Diesem Kellner danken wir. Doch der wahre Geber aller Gaben ist der Schöpfer. Um Ihm zu danken bedeutet also:

  • zu wissen, dass jene Gaben unmittelbar von Ihm kommen
  • den Wert der Gaben zu schätzen
  • und die eigene Bedürftigkeit wahrzunehmen

So ist das Fasten der Schlüssel zu wahrer, reiner, tiefer, und allumfassender Dankbarkeit. Denn zu anderen Zeiten sind die Menschen kaum in der Lage, den Wert der vielen Gaben zu erkennen, weil Sie echten Hunger gar nicht spüren. Für einen Menschen der satt ist und vor allem auch „reich“ ist, ist es schwer die Gabe und die damit gezeigte Gnade Gottes zu verstehen, die sich z.B. in einem trockenen Stück Brot verbirgt.

Das Fasten als Stärkung des Glaubens
Die menschliche Seele vergisst sich selbst, zudem denkt er ungern wie schwach er ist. Als hätte er einen Körper aus Stahl und wäre unsterblich, klammert er sich an diese Welt und stellt sich vor er wäre ewig. Das Fasten erinnert die Menschen an diese Schwäche. Der Hunger treibt ihn an, an seinen Magen zu denken und seine Bedürfnisse wahrzunehmen. Er beginnt wahrzunehmen. Somit erkennt der Gläubige die Stärke und Macht seines Schöpfers. Er findet Zuflucht bei Ihm. Mit einem dankbaren Herzen klopft er an die Tür der Barmherzigkeit Gottes.

Das Fasten als eine innere Reise
Das Fasten ist mehr als ein Ritual. Man fastet nicht nur um gefastet zu haben. Das Gebet selber sollte nicht nur als Zweck gesehen werden. Denn Gott braucht den Dienst der Menschen nicht. Er freut sich, wenn sich der Mensch Ihm zuwendet und seine Gemeinschaft sucht. Und genau das ist das was der Mensch in seinem Fasten bzw. Gebet zum Ausdruck bringen soll. Durch diese Rituale gibt der Mensch einen Ausdruck auf die Liebeserklärung, die Gott den Menschen gemacht hat. Gott hat sich den Menschen zugewandt und im Gebet (Fasten) wendet sich der Mensch seinerseits Gott zu.
Das Fasten als religiöses Ritual ist somit ein wichtiges Hilfsmittel, in sich zu gehen und an sich, an den eigenen Stärken und Schwächen zu arbeiten. Es ist wie am Anfang erwähnt eine Reise in sein Inneres. Der Reisende beginnt sich selbst, seine Charaktereigenschaften und seine Handlungen kritisch zu reflektieren. Durch diese wiederholten inneren Reisen lernt man sich selbst besser kennen. Man lebt sein Leben bewusster und reflektierter. Das Fasten (bzw. Gebet) bereichert den Menschen innerlich. Also dient es den Menschen selbst.

© Foto: Sawsan Ibrahim

 

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Details

Datum:
13. April 2021
Veranstaltungskategorie:
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